Ein gutes taktisches System muss seine Regeln nicht ständig verändern, um neue Situationen zu schaffen. Oft reicht es, bekannte Mechaniken unter anderen Bedingungen einzusetzen. BrownDust2 folgt diesem Prinzip: Das Kampfraster bleibt überschaubar, während Formationen, Fähigkeiten, Charaktervarianten und sogar der erzählerische Rahmen wechseln können.
Die rundenbasierten Gefechte finden auf einem 3×4-Raster statt. Damit ist das Spielfeld schnell zu überblicken, doch gerade die begrenzte Fläche macht die Positionen der Einheiten wichtig. Eine Entscheidung betrifft häufig nicht nur den aktuellen Angriff, sondern verändert auch die Voraussetzungen für den nächsten Zug.
Ein Beispiel dafür sind Fähigkeiten, mit denen Gegner zurückgestoßen werden können. Wird eine gegnerische Formation dadurch neu angeordnet, entstehen möglicherweise bessere Ziele für einen anschließenden Flächenangriff. Elementare Schwächen und die Reihenfolge der Aktionen müssen ebenfalls in die Planung einbezogen werden.
Wer die grundlegenden Angaben zum Spiel hier lesen möchte, findet auf der entsprechenden Informationsseite unter anderem GAMFS N als Entwickler und NEOWIZ als Publisher. Für die Vollversion von BrownDust2 wird der 22. Juni 2023 als Erscheinungsdatum genannt.
Eine weitere taktische Variable entsteht durch Kostüme. Sie sind nicht lediglich alternative Designs für bereits vorhandene Charaktere. Ein Kostüm kann die verfügbaren Fähigkeiten verändern und damit auch beeinflussen, welche Aufgabe eine Figur innerhalb einer Formation sinnvoll übernimmt.
Dadurch lässt sich ein bekannter Charakter auf unterschiedliche Weise einsetzen. Grundfiguren werden häufig über die Geschichte oder durch Rekrutierung im Pub verfügbar. Die Gacha-Komponente konzentriert sich dagegen hauptsächlich auf besondere Kostüme und charakteristische Waffen.
Das System erweitert somit nicht nur die Sammlung. Es verändert zugleich die Möglichkeiten, mit denen eine Gruppe auf unterschiedliche Kampfsituationen reagieren kann.
Noch deutlicher werden Veränderungen beim erzählerischen Aufbau. BrownDust2 organisiert unterschiedliche Geschichten in sogenannten Game Packs, deren Konzept digitalen Cartridges ähnelt. Ein Pack kann einen eigenen thematischen Rahmen besitzen, ohne dass dafür die zentralen Spielregeln ersetzt werden.
Die genannten Szenarien unterscheiden sich erheblich. Neben High Fantasy gibt es ein modernes Highschool-Drama, während auch Science-Fiction und Spionage zum Spektrum gehören. Ein Wechsel zwischen den Packs kann deshalb eine deutlich andere Atmosphäre erzeugen.
Das Cartridge-Prinzip bringt zugleich einen Retrogedanken in die Struktur des Spiels. Diese Verbindung findet sich auch bei der Grafik wieder, denn Pixel-Art-Umgebungen werden mit Live-2D-Charakterporträts kombiniert.
Die Oberwelt bietet eigene Möglichkeiten zur Interaktion. Verschiedene Talente der Charaktere helfen beispielsweise dabei, versteckte Fallen und geheime Schätze aufzuspüren. Zusätzlich können Speisen zubereitet werden.
Auch NPCs spielen bei diesen Aktivitäten eine Rolle. Mit bestimmten Fähigkeiten lassen sich Gegenstände von ihnen stehlen. Dadurch besitzen Figuren Eigenschaften, deren Nutzen nicht erst mit dem Beginn eines taktischen Gefechts entsteht.
Erkundung bildet so einen eigenen Abschnitt des Spielablaufs. Nach einer Phase, in der Positionen und Angriffsfolgen entscheidend sind, rücken wieder Umgebung und Charaktertalente in den Vordergrund.
Aufgebaute Teams können auch nach Story-Inhalten weiter eingesetzt werden. Dafür steht unter anderem das Evil Castle mit PvE-Herausforderungen zur Verfügung. Eine PvP-Arena ergänzt das Angebot um direkte Wettbewerbe und Ranglisten.
BrownDust2 ist für Android, iOS und PC verfügbar. Smartphones unterstützen Hoch- und Querformat, während der plattformübergreifende Fortschritt einen Wechsel zwischen mobilen Geräten und Desktop ermöglicht. Für PC werden Google Play Games Beta sowie ein eigenständiger Client genannt.
Die verschiedenen Bereiche von BrownDust2 verändern vor allem die Bedingungen, unter denen bekannte Systeme genutzt werden. Einmal entscheidet die Formation auf zwölf Feldern, an anderer Stelle die passende Charaktervariante oder ein Talent bei der Erkundung.
Game Packs erweitern dieses Prinzip auf die Geschichten selbst. Dadurch kann sich der Kontext deutlich verändern, während zentrale Mechaniken vertraut bleiben. Genau aus diesem Wechsel zwischen Beständigkeit und Veränderung entsteht ein großer Teil der spielerischen Struktur.